Viel Bewegung an den Schulen

loehrnqgemeinschaftsschuleDas Thema Schulen wird 2012 eine wichtige Rolle spielen. Davon geht Bürgermeister Dr. Clemens Maier vor dem Hintergrund der bildungspolitischen Pläne der Landesregierung aus. Vor allem die Schaffung einer Gemeinschaftsschule wird dabei zur Herausforderung.

Noch gibt es viele Fragen, was die Ausgestaltung der Gemeinschaftsschule anbelangt. Auch bei den Kommunen herrscht oft noch Unsicherheit vor, wie sie denn auf die Planungen der Landesregierung reagieren müssen. Bereits im Schuljahr 2012/13 soll an circa 30 Schulen die neue Schulform erprobt werden. Schulen in Trossingen zählen nicht dazu, doch für die kommenden Jahre stehen voraussichtlich Veränderungen an. „Die Rahmenbedingungen sind noch nicht klar“, betont Bürgermeister Dr. Clemens Maier. Klar ist jedoch: Eine solche neue Schulform werde wohl an der Löhrschule angesiedelt, weil dort die dafür notwendige Infrastruktur vorhanden sei, wie Maier betonte. Das Thema Gemeinschaftsschule werde sich wohl für die Stadt im nächsten Jahr stellen.

Maier erwartet in dieser Frage auch im Gemeinderat eine „kontroverse Diskussion“. Die Gemeinschaftsschule mit ihrem Unterricht ohne die Begabungsschubladen des gegliederten Schulsystems stellt vieles infrage, was für Generationen von Lehrerinnen und Lehrern alltäglich und richtig war.

In der Gemeinschaftsschule soll ohne Sitzenbleiben, ohne äußere Differenzierung, dafür mehr auf die Bedürfnisse des einzelnen Schülers ausgerichtet, unterrichtet werden. Klassen werden von Lerngruppen abgelöst und Pädagogen unterschiedlicher Schularten werden in der Gemeinschaftsschule zusammenarbeiten. Übergangsweise sollen die Bildungsstandards der Realschule gelten. Nach der zehnten Klasse ist der Übergang in die Oberstufe der Gemeinschaftsschule, eine zwei- oder dreijährige gymnasiale Oberstufe ins berufliche Gymnasium, in andere berufliche Schulen oder in eine Berufsausbildung oder das Beschäftigungssystem möglich.