Romanautorin Elisabeth Büchle

neckarquelle buechleBevor sie sich dem Schreiben zuwandte, durchlief sie noch andere berufliche Stationen: In Stuttgart-Möhringen absolvierte sie eine weitere Ausbildung zur examinierten Altenpflegerin. Nach ihrer Hochzeit 1992 lebte sie mit ihrem Ehemann Christoph Büchle und der Familie in Korntal. Im Jahr 2000 zog es Büchles wieder zurück nach Trossingen. Ihren immer noch in Teilzeit ausgeübten Beruf als Altenpflegerin hat sie zwischenzeitlich aber aufgegeben. Das Schreiben und das Familienleben, das bei der inzwischen siebenköpfigen Familie einen hohen Stellenwert hat, lassen dies nicht mehr zu.

„Ich habe schon als Kind kleinere Geschichten zu Papier gebracht“, erzählt Elisabeth Büchle. „Mein damaliger Geschichts- und Klassenlehrer Pius Kekeisen begann die allererste Geschichtsstunde mit einem Spielfilm über das alte Ägypten.“ Wuchtige Pyramiden, herrische Pharaonen, unterdrückte Sklaven, hinterlistige Intrigen, prächtige Kostüme, geheimnisvolle Gestalten und der Hauch des längst Vergangenen faszinierten sie dabei so sehr, dass sie fortan hinter jedem im Unterricht durchgenommenen historischen Ereignis, hinter jeder nüchternen Geschichtszahl mehr als nur die Fakten sah. So stand der spätere Rektor der Rosenschule Pate für ihre Schriftstellerkarriere.

Dieses Interesse führte dazu, dass sie heute bevorzugt Romane schreibt, die in einem möglichst korrekten historisch-sozialen Hintergrund eingebettet sind.

Schon als Löhrschülerin schrieb Elisabeth Büchle Unmengen von Heften voll, doch leider seien diese Kisten mit beschriebenen Schulheften bei einem Umzug verschollen. „Meine Aufsätze wurden von Schuljahr zu Schuljahr länger“, erinnert sich die Autorin. Immerhin schrieb sie damals von Hand. Hin und wieder musste auch mal das Hausaufgabenheft herhalten, um eine neue Schreibidee niederzuschreiben.

Nach wie vor ist das Schreiben die große Leidenschaft von Elisabeth Büchle. Das Verfassen eines Romans fordert nicht nur sehr viel Zeit, sondern auch eine große Portion Disziplin. Sie bezeichnet sich selbst als „chaotische“ Autorin. „Meine Geschichten entstehen oft aus dem Stegreif, und die Protagonisten eines Manuskripts entwickeln nicht selten ein eigentümliches Eigenleben. Ein neu erschienenes Buch auszupacken und das erste Mal in der Hand zu halten sei ein einmaliger, aufregender und schöner Augenblick, meint die Autorin. „Ich gebe es offen zu, immer wieder hole ich das Exemplar hervor, streiche mit der Hand über den Einband und blättere darin…“

Dieses Erlebnis steht Elisabeth Büchle in wenigen Wochen zum siebenten Mal bevor. Dann erscheint ihr neuer Roman „Der Klang des Pianos