Verwaltungsfachmann Dieter Kohler
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- Kategorie: Serie der Südwestpresse: Ich war Löhrschüler
- Dienstag, 21. Februar 2012 Presse, Neckarquelle, iko
Dieter Kohler blickt auf seine Schulzeit zurück und sagt: „Ich bin gerne in die Löhrschule gegangen, habe mich dort sehr wohl gefühlt.“ Kohler war in einer gemischten Klasse aus Weigheimer, Schuraer und Trossinger Schülern. Schon damals habe es keine Scharmützel zwischen Trossingern und Schuraern gegeben, erinnert sich Kohler schmunzelnd. Sehr gut in Erinnerung ist ihm noch Rosemarie Hopfensitz, die zu Beginn seiner Löhrschulzeit Rektorin war, bevor sie dann Rektorin der Realschule wurde.
Auch Herbert Ottendörfer war schon Dieter Kohlers Lehrer. Deshalb freut es ihn ganz besonders, dass er heute noch öfter mit ihm ins Gespräch komme – nicht zuletzt deshalb, weil Herbert Ottendörfer heute der Dreh- und Angelpunkt des Kommunalen Kinos ist.
Dieter Kohler hat nach dem Abschluss an der Löhrschule im Jahr 1970 an der Wirtschaftsschule, die damals noch in der Friedensschule in Trossingen beheimatet war, seine mittlere Reife gemacht. Rektor war übrigens Dieter Woern, Vorgänger Dieter Kohlers als Ortsvorsteher von Schura. 1972 gelang Kohler der Einstieg in den gehobenen Verwaltungsdienst mit dem damit verbundenen Studium an der Verwaltungsfachhochschule in Kehl. Sein Ziel: Bürgermeister werden. „Das hat schon seit frühester Kindheit in mir drin gesteckt“, erinnert sich Kohler heute. Schließlich war er erblich vorbelastet: Großvater und Vater waren Bürgermeister von Schura.
Doch zuerst führte Kohlers Weg nach Rosenfeld in den Zollern-Alb- Kreis. Dort war er drei Jahre lang Hauptamtsleiter, kam 1981 nach Trossingen als Stellvertreter des damaligen Hauptamtsleiters Jost Keller. Seit 1992 ist Dieter Kohler Hauptamtsleiter von Trossingen und seit 1994 zusätzlich Ortsvorsteher von Schura. Einen Bürgermeister gibt es ja seit der Eingemeindung im Jahr 1971 nicht mehr. Zwei Mal in Tuningen und einmal in Talheim war er aber Bürgermeisterkandidat, doch „der Wunsch Bürgermeister zu werden hat sich nicht erfüllt“, sagt Dieter Kohler, mit einem Lächeln auf den Lippen. „Aber ich bin zufrieden, glücklich und dankbar wie mein bisheriges Leben lief, denn die Grundlagen für meinen späteren Berufsweg habe ich in der Löhrschule bekommen,“ so Kohler, der in diesem Jahr ein Dienstjubiläum feiern kann: 40 Jahre ist er im Öffentlichen Dienst tätig.
Die Löhrschule hat Dieter Kohler auch nach der Schulentlassung mit wenigen Jahren Unterbrechung nie aus den Augen verloren – und das im wahrsten Sinne des Wortes. „Wenn ich zur Arbeit gehe, parke ich in der Tiefgarage gegenüber der Löhrschule und von meinem Dienstzimmer aus sehe ich neben dem Ganztagesgebäude, das ja auch zur Löhrschule gehört, noch ein kleines Stück meiner ehemaligen Schule“, freut sich Dieter Kohler.
Seine Dankbarkeit konnte er der Schule insofern zurückgeben, als dass er bei der Gründung des Fördervereins mit von der Partie war. Und mit Vaterstolz betont er: „Zwei meiner Kinder gingen auch in die Löhrschule und haben sich genauso wie ich immer wohl gefühlt und wurden in der Löhrschule gut vorbereitet auf ihren weiteren Berufsweg.“

