SEV 07/08 - Download Bericht

Schulentwicklung an der Löhrschule - Einstieg in die Selbstevaluation 2007/08:

Die Löhrschule ist bestrebt, alle am Sozialwesen Beteiligten zu fördern und zu fordern.

Unser erster Qualitätsleitsatz bezieht sich auf den wichtigen Bereich der Berufswegfindung und lautet:

Unsere Schule legt großen Wert auf die zielgerichtete Vorbereitung auf die Berufswelt, um deren Anforderungen erfolgreich zu meistern.

Die Löhrschule setzt sich zum Ziel, möglichst alle ihre Haupt- und Werkrealschulabsolventen als ausbildungsfähige Persönlichkeiten in die Berufswelt zu entlassen oder weiterführenden Schulen zu übergeben. Um hierbei die Fortschritte der Löhrschule zu begutachten und den Stand der Entwicklung zu evaluieren, bedarf es einer eingehenden relevanten Datensammlung und Analyse, wobei die IST-Situation erst eruiert werden muss. Danach ist sicherlich eine Maßnahmenplanung erforderlich, die zielgenaue Konsequenzen nach sich führen wird. Im weiteren Verlauf ist also an Maßnahmen gedacht, die wiederum zu positiven Auswirkungen führen sollen im Hinblick auf das vorgegebene Ziel. Zur Dokumentation und zur Gewinnung aussagekräftiger Daten werden sowohl qualitative als auch quantitative Methoden eingesetzt.

Diese Methoden, Statistiken und Daten werden gepflegt, überprüft  und geführt von der Berufsfindungsgruppe, dem Fachbereichsleiter OIB und dem Evaluationsteam.


Die Selbst-Evaluation als Hilfe zur Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung der Löhrschule erfolgte dankenswerter Weise unter der Prozessbegleitung und Beratung von den Fachkräften für die schulischen Weiterentwicklungen Frau Sylvia Braun und Frau Heidi Ehrlacher.

Planung der Inhalte der Selbst-Evaluation und Durchführung:

1. Klärung der Ziele - Warum wird evaluiert?

Die Löhrschule strebt eine höhere Übergangsquote von Hauptschulabsolventen in eine passgenaue und realistische Ausbildung an. Das Angebot an örtlichen Ausbildungsplätzen ist durch Abwanderung und Restrukturierungsmaßnahmen relevanter Unternehmen dramatisch zurückgegangen und hat sich auch berufsfeldmäßig stark verschoben.

2. Einigung auf den Evaluationsbereich - Was wird evaluiert?

Sind die bisherigen Angebote der Löhrschule hinsichtlich der Verwirklichung dieser Zielsetzung noch ausreichend, angemessen und erfolgversprechend.

3. Ziele/Qualitätsleitsatz bezogen auf den Evaluationsbereich

Die Zielsetzung des Qualitätsleitsatzes insistiert u.a. folgende Qualitätsansätze: Die Schüler werden zielgerichtet auf die Arbeitswelt vorbereitet durch ein durchgängiges, - den veränderten Bedingungen Rechnung tragendes -, Berufswege-Planungskonzepts. Die Vorbereitung der Schüler geschieht umfassend und nach den jeweiligen Fertigkeiten und Fähigkeiten in gelenkten, geförderten und geforderten Formen

4. Evaluationskriterien - an welchen Merkmalen kann man festmachen, dass das Ziel erreicht wurde?

- Unsere Schüler können angemessene Bewerbungen schreiben

- Unsere Schüler können einen angemessenen tabellarischen Lebenslauf schreiben

- Unsere Schüler können angemessene Referenzen vorweisen

- Unsere Schuler können ihren Jobordner/Qualipass in angemessener Form vervollständigen

- Unsere Schüler können sich auch angemessen online bewerben

- Unsere Schüler können ihre Eignung zu einem bestimmten Berufsziel angemessen einschätzen

- Unsere Schüler können eigenständig/unter Anleitung eine Firmenrecherche betreiben

- Unsere Schüler können sich angemessen am Telefon äußern/kommunizieren

- Unsere Schüler können bei Arbeitsplatzerkundungen angemessene Fragen stellen

- Unsere Schüler können sich während des Betriebspraktikums angemessen verhalten

- Unsere Schüler können Erfahrungen aus den Betriebspraktika angemessen präsentieren

- Das Auftreten, die Kleidung, das Äußere, der sprachliche Umgang, Sorgfalt und Arbeitbereitschaft

- die Schüler führen ein Praktikumheft in angemessener Form

- die Schüler erfüllen die Anforderungen, die im BP an sie gestellt werden, in angemessenem Umfang

 

5. Ausarbeitung von Indikatoren, an denen man erkennen kann, ob das Ziel erreicht wurde

- Eine Dokumentenanalyse wurde vorgenommen (Schulstatistik: Quoten der Abbrecher, Wiederholer..). Daraufhin konzipierte die Berufswegegruppe einen für Schüler und Eltern zugänglichen, terminlichen Durchführungszeitplan (Anhang) und eine nach Fähigkeiten und Fertigkeiten ausgerichteten Verlaufsplan der 2. Arbeitsplatzerkundung mit vorgefertigten Befragungsformularen (Anhang). 

- Ausarbeitung eines auswertbaren Beurteilungsbogens (Anhang). Dieser wurde unter Hinzuziehung der Daten, des im “Leitfadens der Berufswegeplanung“ durch eine Fachgruppe (sd, bl, gf, tri und au) entwickelt und wird unter den Einflüssen der neuen Erkenntnisse weiterentwickelt (Anhang).

6. Zusammenstellung bzw. Ausarbeitung von Instrumenten (Erhebungsmethoden) - mit welchen Instrumenten können wir zu den Indikatoren Daten erheben?

Als Messinstrumentarien dienen auch die verfügbaren schulinternen Daten und Statistiken. Insbesondere die Schülerübergänge/Übergangsquoten, die nur den Ist-Stand vom letzten Oktober verdeutlichen (Anhang), weil sich die beauftragte Fachkraft beruflich veränderte. Die Statistik der fortlaufenden Entwicklungen liegt in den Händen von Frau Integrationsmanagerin Ellen Efinger und ist wesentlich detaillierter aufgebaut, breit gefächert und damit aussagekräftiger. An ihr ist die fortlaufende „Fortschrittsspur“ ablesbar. Hierin ist auch der Momentanstand der abgeschickten, bzw. erfolgreichen/fehlgeschlagenen Bewerbungen ersichtlich.

Im Oktober 2007 wurde als Instrumentarium der Überprüfung ein sechsstufiger Beur-teilungsbogen für die Betriebspraktikanten der Klassen 8a, 8b und 8c, die mehrheitlich einen Immigrationshintergrund aufweisen, konzipiert. Dieser Rücklauf (Rücklaufquote beträgt 90%) gibt uns detaillierte Auskünfte und Erkenntnisse, in wie weit und in welchem Umfang die (messbaren) Zielformulierungen zutreffen (Anhang) Weitere Erkundungen wurden dabei in den Besprechungen der zuständigen Begleitlehrer vor Ort mit den jeweiligen Unternehmen eingeholt. „Weichere“ Indikatoren und Überprüfungsmethoden bilden die relevanten Leistungsbeurteilungen durch die Lehrer in den beteiligten Fächern (Fako-OIB).

Aufschlussreich waren diese Ergebnisse für die Analyse und die daraus resultierende weiterführende Maßnahmenplanung.

7. Auswertung, Interpretation und Daten-Analyse

Hier ein grober Auszug und Überblick aus den gewonnen Erkenntnissen:

• Unsere Schüler können zu etwa 70 % angemessene Bewerbungen schreiben

• Unsere Schüler können zu etwa 75 % einen angemessenen tabellarischen Lebenslauf schreiben

• Unsere Schüler können zu 50% gute, zu 35% noch angemessene Referenzen vorweisen

• Unsere Schuler können ihren Jobordner/Qualipass in angemessener Form vervollständigen

• Unsere Schüler können sich angemessen online bewerben

• Unsere Schüler können ihre Eignung zu einem Berufsziel zu 85% angemessen einschätzen

• Unsere Schüler können eigenständig (83%)/unter Anleitung eine Firmenrecherche betreiben

• Unsere Schüler können sich angemessen am Telefon äußern/kommunizieren (70%)

• Unsere Schüler können bei Arbeitsplatzerkundungen angemessene Fragen stellen

• Unsere Schüler können sich zu etwa 75 %während des Betriebspraktikums angemessen verhalten

- Das Auftreten (positiv stabil 50%, positiv jedoch noch unsicher 33%), 

- die angepasste Kleidung (über 90%),

- das Äußere/adäquates, gepflegtes Erscheinungsbild (95%),

- der sprachliche verbindliche Umgangston (75%),

- die Sprechweise(55%/35% positiv jedoch noch zu zurückhaltend//Redegewandtheit(über 60%),

- Sorgfalt (85%) und Arbeitbereitschaft (etwa 80%), unserer Schüler ist, insbesondere beim Betriebpraktikum, der Arbeitsituation angemessen

• Die Schüler führen ein Praktikumsheft zu 75%(nachgereicht zu 85%) in angemessener Form

• Die Schüler erfüllen die Anforderungen, die im BP an sie gestellt werden, in angemessenem Umfang • (Statistische Auswertung Anhang)

8. Feedback

Die an der Schule zuständigen Gremien wurden, - einschließlich der neuen Integrationsmanagerin -, über die Auswertung und Analyse in Kenntnis gesetzt .Aus den Interpretationen ergeben sich deutliche und signifikante Hinweise, um ein modifiziertes Maßnahmenpaket zu schnüren, um somit Verbesserungen der Ergebnisse herbeizuführen.

9. Maßnahmen / Konsequenzen

a) durchgeführte Maßnahmen

- Enge Kooperation mit der Berufsschule Spaichingen - berufsfeldorientierte Übergabe, Informationsvormittag der BS Spaichingen an der Löhrschule 

- Benimmkurs - zur Verbesserung des Sozialverhaltens

- Tanzkurs, zur weiteren Erhähung der Sozialkompetenz

- Mädchenfußball (Kooperation mit Spvgg Trossingen), zur Verbesserungen der Teamfähigkeit, Belastbarkeit

- Ausbildungsbörse in Zusammenarbeit mit der Stadt Trossingen

- Schulstatistiken werden komplett überarbeiten in Zusammenarbeit mit der Integrationsmanagerin

- Bewerberwerkstatt Klasse 9 wird ausgedehnt

- Besuch des Ausbildungstruck der Deutschen Wirtschaft Köln

b) geplante Maßnahmen

- zielgerichtete Fortführung und Überarbeitung der kontinuierlichen Arbeit am sogenannten Leitfaden der Berufswegeplanung

- Eingüfhung eines, den örtlichen Gegebenheiten angepassten Praxiszuges im kommenden Schuljahr, Klasse 8

- Terminierung und Absprache mit den Experten im Unterricht

- Absprache mit den Schülerpaten

- Kontaktpflege Aesculap, Chiron, Drehteilindustrie, Marquardt, 'Ringzug'

Diesen Bericht inklusive Anhänge und Auswertungen findet man unter Downloads!