Löhrschule Trossingen

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Mobbing hat keine Chance

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mobbing 8a bbqAn der Löhrschule in Trossingen ist das Programm Mobbing- Macht- Schule erfolgreich durchgeführt worden. Die 28 Schülerinnen und Schüler der Klasse 8a haben sich an insgesamt 3 Terminen mit dem Thema Mobbing beschäftigt.
Dieses Projekt wurde durch Nadine Hammele und Carina Engelhardt von BBQ Berufliche Bildung gGmbH in Kooperation mit dem Schulsozialarbeiter der Löhrschule, Herrn Kleinert, durchgeführt. Beide Mitarbeiterinnen von BBQ sind Sozialpädagoginnen, die eine Fortbildung zu diesem Thema absolviert (Mobbingprogramm mobbing@school von Frauen für Frauen e.V.) haben und selbst schon länger in Schulprojekten tätig sind. Die Schüler sollen dabei für Mobbingtendenzen in ihrem Schulleben sensibilisiert und ihnen Maßnahmen an die Hand gegeben werden, wie man sich dagegen wehren und entgegenwirken kann. Das Seminar vermittelt theoretische und praktische Inhalte zum Thema Mobbing und kann je nach Altersgruppe und Zeitumfang, inhaltlich individuell angepasst werden. Während der Schulzeit stehen Jugendliche oft vor der Entscheidung zu welcher Seite möchte ich gehören. Da sind auf der einen Seite diejenigen, die stark und selbstbewusst durch das Leben gehen und dabei ohne Rücksicht auf Verluste andere schikanieren. Und auf der anderen Seite diejenigen, welche eher zurückhaltend, sich auf das Wesentliche konzentrieren. Aber gerade diese werden häufig Opfer von Mobbinghandlungen. Also wie entscheide ich mich? Bevor es zu solchen Handlungen überhaupt kommt, ist es wichtig die Jugendlichen für diese Tendenzen zu sensibilisieren, ihr Selbstbewusstsein zu stärken und ihnen ihre Stärke als Klassengemeinschaft aufzuzeigen. Genau an diesen Punkten setzt das Präventionsseminar Mobbing- Macht- Schule an.
mobbing 8a bbq2Diese Sensibilisierung mit dem Thema kann zwar oft schon Früchte tragen, wichtig ist aber, dass die Schüler mit ihrer Klasse, den Lehrern und der Unterstützung der Schule im Anschluss daran weiterarbeiten. Durch ausgewählte Übungen und Theorie zu den Themenbereichen Mobbing und Konflikte wurde den Schülerinnen und Schülern in den ersten beiden Terminen das Thema Mobbing mit seinen Folgen nähergebracht. Die Schüler haben sich mit verschiedensten Fallbeispielen auseinandergesetzt und mussten selbstständig entscheiden, wo hört ärgern auf und wo fängt Mobbing an.
Der Film „Du bist schlimm“ wurde gezeigt und die Schüler/innen konnten sich aus der Beobachterrolle heraus deutlich machen, welche Rollen es bei Mobbingprozessen in Klassen gibt und wo sie sich in einem solchen Fall positioniert hätten und warum. Auch das eigene Verhalten in verschiedenen Situationen wurde in einer spielerischen Übung verdeutlicht. Wie geht man mit schwierigen Situationen um und wie zeige ich Gefühle? Die Klasse als Gemeinschaft mit ihren Eigenheiten und Vorgängen wurde mit konkreten Falleispielen in einer stimmt/stimmt nicht-Übung abgefragt und in einer Gruppendiskussion näher betrachtet.
Der dritte Termin stand ganz unter dem Motto Klimawandel und Ich-Stärkung. Nach einem kurzen Brainstorming über bereits Gelerntes, ging es mit Begeisterung weiter. Die Schüler bekamen die Aufgabe eine Burg zu spielen, in die niemand hineinkommen darf, außer er kennt das richtige Lösungswort nämlich „Bitte“. Einige Schüler, die nicht in die Eigenheiten der Burg eingeweiht waren versuchten es mit vielen Mitteln und schließlich gelang es allen die Burg für sich einzunehmen. Auch den Schülern wurde nach dieser Übung klar, dass es oft so einfach ist, das zu bekommen was man möchte, wenn man nur höflich bittet, anstatt eine Form von Gewalt einzusetzen.
Im „Schäfchenspiel“ war Empathie gefragt. Die Schäfer mussten ihre Schäfchen in den Stall treiben, diese kamen aber nur mit, wenn sie richtig gelockt wurden. Zum Beispiel durch ein kleines Ständchen oder bei Blickkontakt. Dies war der Knackpunkt der Übung, denn die Schäfer mussten dies bei jedem einzelnen Schaf herausfinden, da die Schafe nicht sprechen durften. In einer groß angelegten Wertediskussion, sollten die Jugendlichen die Werte für sich heraussuchen, welche sie als richtig und wichtig erachten. Rund um Solidarität, Respekt, Mut/Courage, Gleichberechtigung, Gerechtigkeit und Akzeptanz wurden Plakate gestaltet, die jetzt sichtbar das Klassenzimmer der 8a schmücken. Aus den gewählten Werten wurden in der Großgruppe Klassenregeln festgelegt, die die Klassengemeinschaft stärken und das Gelernte vor Augen halten sollen.
Den Abschluss der gemeinsamen Arbeit bildete die Komplimentenrunde. Jede/r Schüler/in bekam von jedem aus der Klasse ein Kompliment auf ein Blatt Papier geschrieben.
Am Ende hatte jeder so 28 Komplimente, die er für sich auf einem Blatt gesammelt mit nach Hause nehmen konnte. Man konnte sich mit dem Gefühl verabschieden „Ich werde geschätzt“, was bei vielen ein Lachen auf das Gesicht zauberte.
 
Weitere Informationen gibt es telefonisch bei Nadine Hammele (Tel. 07721 / 878 645-14), Projektleitung BWK, Carina Engelhardt (Tel.:07721 / 878 645-13) Berufseinstiegsbegleitung an der Löhrschule.
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 17. Mai 2010  

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